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Emotion oder Reduktion – Welche Sorte Video?

Wir kommen nicht um Video herum. Video bildet eine der Kernanwendung der Digitalen Transformation. Wir kommunizieren, informieren, verkaufen, trainieren mit Video, mit Kunden, Geschäftspartnern und unseren Mitarbeitern. Spätestens seit Menschen mit Smartphones ständig das Äquivalent zu einer kleinen Leinwand mit sich tragen, läuft das meiste auf Video heraus.

Sie haben vielleicht in ihrem Unternehmen auch schon Videos produziert oder produzieren lassen. Ein Imagefilm wird immer gerne genommen, so etwas „hat man halt“. Ebenso wie die Erklärfilme. Von deren Flut auch jeder ein Teil sein will.

Und da hat man sich ja mal schnell vertan… Wer hat nicht schon eine aufwendige Produktion hinter sich, die dann bei YouTube mit 40 Aufrufen ihr Dasein fristet? „Wir sollten auch einmal ein Video machen!“ ist also für Videoproduzenten wie uns eine erfreuliche Aussage, für Sie aber noch keine tragfähige Strategie.

Deshalb ist dann unsere erste Frage in der Regel „Was wollen Sie damit erreichen?“ Und vielleicht wollen Sie ja mehrere Dinge damit erreichen und ein einzelnes Video ist nicht die Antwort, sondern eine Videostrategie mit verschiedenen Videotypen für die einzelnen Ziele.

Eckpfeiler einer Videostrategie werden wir in einem anderen Blogbeitrag einschlagen. Bleiben wir in diesem Beitrag zuerst bei der Frage, welche Sorte Video Sie angehen sollten, anhand der Unterscheidung, wie das Video erzeugt wird:

Live Action, sprich „normal abgefilmtes Leben“. Das, was man klassisch als Film und Video kennt. Hier finden sich die meisten Imagefilme, Messeberichte, Interviews, aber auch viele Werbespots. Eine der großen Vorteile von Live Action ist, dass wir die Welt (von Special Effects und der Auswahl der Kameraperspektive abgesehen…) so sehen, wie wir sie auch normal wahrnehmen. Hier sehe ich wirkliche Menschen: Mitarbeiter, Kunden (und seien es prototypische, durch Schauspieler verkörpert), das Management etc. Will ich also mich selbst oder andere Menschen präsentieren, Vertrauen und Emotionalität sichern, ist Live Action wahrscheinlich die richtige Wahl.

Animation besteht grob aus zwei Feldern. Die flächigen, graphischen Animationsclips, die wir heutzutage hauptsächlich als „Erklärvideo“ kennen und ausgebaute Computergraphik-Filme, die von Mammuts in Ice Age bis hin zu fotorealistischen Produktvideos reichen. Neben dem Effekt, dass man mit Animation Dinge präsentieren kann, die es visuell eigentlich gar nicht gibt (wie eben Mammuts, Immobilienprojekte, die noch nicht gebaut wurden oder abstrakte Konzepte und Abläufe) liegt für mich der Hauptvorteil der Animation in der Verdichtung.

Sie können den Kern Ihres Themas herausfinden und genau diesen visualisieren. Und alles weniger Wichtige weglassen. Wie Strichzeichnungen von Picasso. Das ergibt auch eine zeitliche Verdichtung, denn bei Animationsfilmen können Sie durch den Fokus auch das Tempo enorm erhöhen. Und durch die graphische Basis einen auffallenden Look erzeugen. Wollen Sie also kurz und auffallend eine Dienstleitung oder Konzept vermitteln, ist Animation in der Regel die richtige Wahl.

Bei Produktfilmen kommt es darauf an. Die können schick in Live Action gezeigt werden („Beauty Shots“), fotorealistisch im Computer erzeugt oder eben reduziert und stilisiert in Graphikanimation. Auch hier die Frage: Was brauchen Sie, Emotion oder Reduktion?

Auf diese Weise gewinnen Sie einen ersten Richtungshinweis, wohin die Videoreise gehen soll.

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